KSP soll effizienter arbeiten

Vorstoss Die Bürgernahen fordern eigenständige Führung des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg

PINNEBERG Es ist ein Vorstoß, mit dem die Fraktion Die Bürgernahen Aufsehen erregen werden: Sie schlagen vor, dass der Kommunale Servicebetrieb Pinneberg (KSP) eine wirtschaftlich eigenständige Führung bekommen soll. In einem Antrag, der im Finanzausschuss beraten werden soll, wird die Verwaltung gebeten, 2017 einen Vertrag mit dem KSP abzuschließen, um eine saubere und effizientere Arbeitsweise des KSP zu erreichen. Die Planungssicherheit für den KSP werde benötigt, um realistische Konzepte aufzustellen und abarbeiten zu können.

Detlef Neumann von den Bürgernahen erklärte: „Damit wird es möglich, zu Beginn eines fiskalischen Jahres die geplanten Projekte aufzuarbeiten. Ein Warten auf Haushaltsgenehmigungen von Mitteln kann entfallen“, sagt er. Der bei den städtischen Bauten entstandene Sanierungsstau könne ebenfalls beendet und mit der Selbstständigkeit des KSP besser abgearbeitet werden, da durch die Trennung vom städtischen Haushalt ein rechtzeitiges Agieren möglich wäre, führt er weiter aus. Zudem könnte der KSP als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen genauso agieren wie die Stadtwerke, so die Begründung der Bürgernahen.

Silkata Sahin-Adu, Leiterin des KSP, möchte den Vorstoß der Wählergemeinschaft derzeit noch nicht kommentieren. „Das muss ich mit der Bürgermeisterin und den Politikern besprechen“, sagt sie. Seit 2014 ist sie Chefin des KSP, der Am Hafen untergebracht ist. Sie hat 174 Mitarbeiter unter sich. Ihre Arbeit wird von der Politik sehr geschätzt.

Schon lange wird deswegen in der Politik intern über eine Selbstständigkeit debattiert. Immerhin: Die Umsatzerlöse des KSP für 2017 werden auf 19,8 Millionen Euro geschätzt. Die Betriebssatzung stammt allerdings aus 2007. Seitdem sind die Aufgaben gewachsen. Zu dem Tagesgeschäft gehören unter anderem die Pflege der Grünflächen, die Straßenunterhaltung sowie der Winterdienst. Aber auch bei der Bauunterhaltung der städtischen Liegenschaften ist der KSP gefragt – und dazu gehören die sanierungsbedürftigen Schulen.

Unterstützung für den Antrag der Bürgernahen könnte es von der CDU geben. CDU-Ratsherr Torsten Hauwetter mahnt jedoch, erst einmal nichts zu überstürzen.

René Erdbrügger